Herzlich Willkommen!

Die letzten Stunden

Die letzten Stunden

Hier ein paar Zeilen zu unserer ü40 Party...

Aber erst mal zum Anfang.

Es stand unsere alljährliche Vatertagssession an, da ich ja nun auch wirklich Papa bin, ist meine Zeit am Wasser eher begrenzt und ich nehme jede anstehende Session sehr ernst und bereite mich bestmöglichst darauf vor.

Nun also war klar, dass wir für zwei Nächte an meinen Homepool fahren würden, aus den Sozialen Netzwerken flogen immer mehr Nachrichten ein, dass regionsbedingt die Fische teilweise schon am Leichen sind.

Mein Vorteil war, dass mein guter Angelfreund David eine Woche vorher an diesem See fischte und ich nun also diesbezüglich Informationen aus erster Hand bekam.

David hat eine super Session abgeliefert und auch ein paar Brassen gelandet, welche glücklicherweise noch keinen Leichausschlag hatten, diese Informationen ließen hoffen, dass es noch klappen könnte.

Ich hatte mich im Vorfeld bei Trustin Baits schon mit meinen Lieblings-Boilies Strawberry Cream eingedeckt und war also Futtertechnisch bedient.

Ich hatte in der Vergangenheit an diesem See immer sehr gute Erfahrungen mit fruchtigen Baits gesammelt und wollte keine großen Experimente wagen.

So es war nun Dienstag und am Donnerstag morgen sollte es los gehen, da ich ein großer Freund von vorbereiteten Baits bin, ging es also los mit dem Soaken der Boilies.

Wie ich ja schon erwähnt hatte, hatte ich mich für die Strawberry Cream Boilies entschieden.

Hierzu nehme ich immer passend das Holy Liquid Sweet Fruit, ich schmeiße immer 5 kg Pillen in einen Eimer und gebe eine halbe Flasche Liquid hinzu und lasse diese 24 Stunden ziehen.

Am nächsten Tag kommt nochmal eine viertel Flasche dazu und es wird nochmals ordentlich durchgeschüttelt, dann schütte ich über die mit Liquid überzogenen Boilies den Passenden Strawberry Cream Trockenmix (auch im Shop erhältlich), dies lasse ich dann wieder bis zum nächsten Tag stehen.

Um 6 Uhr klingelte der Wecker. - Jawohl es ist soweit :-)

Schnell aufgestanden und unter die Dusche, mich in mein Angel-Outfit geschmissen, kurz auf meine bessere Hälfte gewartet, die von der Nachtschicht kam, schnell noch ein Kuss und Abfahrt.

Die letzten Stunden

Fix ins am Vortag gepackten Auto und noch schnell einen Freund einsammeln.

Auf der Fahrt überlegten wir schon, welche Plätze in Frage kommen würden und welche Taktik wir an welchen Stellen anwenden würden.

Da es ja ein Feiertag war, rechneten wir trotz der frühen Stunde mit reichlich Anglern am See, zu unserem Glück war nur ein Angler am See und somit hatten wir freie Platzwahl.

Die letzten Stunden

Wir entschieden uns für eine kleine Halbinsel von der wir gut in den flacheren Seeteil fischen konnten. Welcher mehrere interessante Buchten mit ca. 4-5 Metern Wassertiefe vorweisen konnte.

Schnell bauten wir unser Camp auf und schnell saßen wir im Boot um die Stellen zu markieren und das erste Futter auf den Plätzen zu verteilen.

Wir fuhren zwei der besagten Buchten an und legten jeweils einen Platz pro Bucht an.

In den Buchten ist reichlich Todholz, welches teilweise weit überhängend ist.

Schnell waren die Staabmaker gesetzt und das Futter in Wasser eingebracht.

Beim Futter beließ ich es bei den gut vorbereiteten Boilies und einem Standard-Partikelmix.

Ich fütterte nicht zu viel, 4-5 Kellen Partikelmix und ca. 2kg Boilies pro Platz.

Als alle Plätze gefüttert waren, fuhren wir zurück zum Camp, holten unsere bereits montieren Ruten ab und platzierten sie auf den Plätzen.

Wir hatten gerade alle Ruten drin und sorgten erst mal für Ordnung, da Pfiff die erste Rute ab, sie lag keine 20 Minuten im Wasser.

Leider verlor ich den Fisch nach kurzen Kontakt, durch die starken und schnellen Kopfstöße konnte ich schnell merken, dass es eher ein kleinerer Fisch war ca. 8-10kg.

Da ich nach so schnellem Kontakt mit mehr von dieser Güte rechnete, entschloss ich mich mit der Montage so zu fischen, dass das Blei direkt nach dem Biss sich aus dem Clip löst.

Diese Entscheidung erwies sich in den ganzen Tagen als richtig.

Wir konnten alle Fische sicher landen.

Schnell war die Rute wieder montiert und wieder auf dem Platz abgelegt, ich fütterte noch in direkter Rutennähe ein halbes Kilo Boilies nach.

Nur was dann kam, da hatten wir nicht mit gerechnet, in den nächsten 48 Stunden fingen wir mehrere Fische mit super Gewichten!

Die letzten Stunden

Den Anfang machten zwei wirklich kampfstarke 8kg Fische und dann gingen die Gewichte schlagartig nach oben, es folgte ein 13kg Fisch, dann ein 14kg Brummer, dann wurde es erst mal wieder ruhig und wir entschlossen uns, ein bisschen mit dem Boot zu fahren um zu schauen ob die Fische weiter gezogen waren.

Die letzten Stunden

Die letzten Stunden

Nach dem wir ein paar kleine Fische in den Buchten gesehen hatten, trauten wir unseren Augen nicht, als direkt neben unserem Boot ein dickes U-Boot vorbei zog! Wir machten uns leise aus der Bucht wieder heraus um die Fische nicht zu verscheuchen.

Als wir zwei Meter vor dem Ufer waren, kreischte auf einmal der Delkim los und die Rute bog sich stark durch. Sofort sprang ich aus dem Boot und nahm die Rute auf und spürte auch sofort starken Gegendruck, mein Kumpel und ich sahen uns an und dachten beide sofort an den großen Fisch, den wir eben auf dem Platz gesehen hatten.

Die letzten Stunden

Ich sprang sofort zurück ins Boot, es war alles perfekt, die Sonne schien uns auf den Pelz und der Fisch lieferte einen super Kampf, nach gut 20 Minuten hatten wir ihn das erste mal gesehen und wussten sofort das es der Dicke aus der Bucht war.

Kurze Zeit später hatte er den Kampf verloren und glitt in den Kescher, meinen Schrei hörte man wohl über den ganzen See doch diese Gewichtsklasse wird dort nicht oft gefangen und ich war einfach nur glücklich! 20,5kg. Da war er der erste ü40 “zwo15”.

Wir hatten den Fisch gerade versorgt, da schrie der Delkim schon wieder um sein Leben. Da alle Fische auf meinen Ruten abliefen, schaute ich meinen Freund an und sagte das ist Deiner, er nahm die Rute in die Hand und sie Bog sich sofort bis zum Handteil durch (wegen dem Todholz fischten wir mit geschlossener Bremse).

Beide wussten sofort, dass ist wieder ein Guter, beide sprangen wir sofort wieder ins Boot und drillten den nächsten Brummer erfolgreich aus.

Der Zeiger der Waage blieb bei 21kg stehen.

Wir konnten es kaum glauben, was geht hier ab!? Einfach geil!!

Darauf gönnten wir uns dann erstmal einen Drink! Nun ließen wir es etwas ruhiger angehen und machten alles wieder in Ruhe fertig.

Aber komischer Weise war alles tot und es ging nix mehr, wie abgeschnitten!

Ich entschied mich nochmals ins Boot zu steigen und die Fische zu suchen, schnell stellte ich fest das es nun soweit war.

Ich konnte die Fische sehen wie sie in die Flachwasserzone zogen, ich fuhr mit dem Boot langsam hinterher und konnte die Fische beim Leichen beobachten.

Trotzdem entschied ich mich noch eine Rute in dem Flachen Bereich abzulegen mit einer Handvoll Boilies.

Wir ließen den Abend ganz entspannt ausklingen und lauschten dem heftigen Liebesspiel der Dicken.

Zu unserer Überraschung lief diese Rute in der Nacht noch ab und brachte noch einen super schönen Fisch mit 16kg.

Alle anderen Ruten blieben stumm, was uns aber nicht störte! Denn wir waren glücklich und bedient.

Was für eine Session!?

Es waren “Die letzten Stunden“.

Die letzten Stunden

Die letzten Stunden

Die letzten Stunden

Ich hoffe euch hat der Bericht gefallen und ich konnte euch ein bisschen unterhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Patrick